Eine besondere Konstellation von Sternen, die am auffälligsten und bereits zur Dämmerung deutlich sichtbar ist, kennt jeder – das Sternbild Orion (siehe Bild 1).
Dieses Sternbild hat drei Besonderheiten.

Bild 1
Erstens befindet es sich über dem Äquator und kann somit sowohl von der nördlichen als auch von der südlichen Hemisphäre aus gesehen werden.
Zweitens werden seit dem Altertum die betreffenden Sterne gedanklich so mit Linien verbunden, dass jeder bereits im Unterbewusstsein das Bild des Orion vor Augen hat, wenn er diese Sterngruppierung am Himmel beobachtet. Es sind allerdings auch andere Betrachtungsweisen möglich. Die Sumerer sahen darin ein Schaf. Die Germanen erkannten in dem Sternbild einen Pflug. In China wurde das Sternbild als Shen bezeichnet, was "drei" bedeutet und wahrscheinlich von den drei Gürtelsternen herrührt. Die Araber nannten diese auch die drei Könige. Die Huarochirí in Peru sprachen/sprechen von einem Schöpfer des Lamas, welches über den Himmel zieht (siehe Bild 2).

Bild 2
Leider ist nicht oder nicht mehr bekannt wie diese Konstellation des Schöpfers ausgesehen hat. Wie auch immer die Betrachtungsweise oder Benennung sein möge, geht es um die Konstellation von Sternen, welche die Sterne Alnitak, Alnilam und Mintaka in ihrer Mitte haben. Ich nenne sie im Folgenden der Einfachheit halber Orion, obwohl es ja nicht immer der Orion gewesen sein muss.
Drittens geht der Orion versus der Schöpfer des Lama abends im Osten auf, zieht annähernd astronomisch mittig über den Nachthimmel, um morgens im Westen unterzugehen. Alle anderen Sternenkonstellationen entlang des Äquators haben die gleiche Eigenschaft, sind aber gerade in der Dämmerung weit weniger auffällig. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass gerade die Orionkonstellation in den verschiedensten Mythen eine große Rolle spielt und abgebildet wurde. Die bekanntesten und bezüglich ihrer Größe überregionalen Abbildungen auf der Erde findet man auf dem Plateau von Gizeh in Ägypten, bei den Hopi´s in Arizona und in Nazca in Form der Spinne. Diese drei Orionzonen haben Eines gemeinsam, sie sind aus mythologischen Überlieferungen bekannt geworden und beinhalten mit Sicherheit das berühmte Körnchen Wahrheit. Die Orionkorrelation von Gizeh zum Beispiel wurde zwar von R. Bauval mit seinem Buch The Orion Mystery weltweit bekanntgemacht, aber er hat sie nicht selbst herausgefunden. Ein alter Ägypter erzählte ihm einst diesen Mythos. Im Gegensatz dazu lauschte G. A. David den Hopi-Indianern die Geschichten um die drei Mesa ab, die das Zentrum der Welt bedeuten würden und entwickelte daraus seine Orionzone, nachzulesen in dessen Buch The Orion Zone. Die Nachricht von einer möglichen Orionkorrelation mit der Spinne in Nazca verdanken wir Maria Reiche. Es gibt in Nazca aber auch drei Lama-Figuren, die den oralen Geschichten zu Folge ebenfalls "orionverdächtig" sind. Abgesehen davon, bin ich der "Spinne" nachgegangen und habe folgende These aufgestellt, die auf drei allgemeinen Ausgangspunkten basiert:
- Wenn auf der Erde Abbildungen des Himmels in übermenschlicher bis überregionaler Größe existieren, dann werden sie auch globale Bedeutung haben.
- Da es um astronomische terrestrische Darstellungen geht, liegt es nahe,
dass die Richtung der Achse, um die sich alles dreht auch die Richtung der
Abbildungen bestimmt.
- Da schriftliche oder bildliche Aufzeichnungen fehlen, sondern nur die
Abbildungen selbst und orale Überlieferungen existieren, müssen die
Orionabbildungen oder Orionzonen älter sein als die ältesten, bekannten Aufzeichnungen, nämlich mindestens 11.500 Jahre.
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