FGUD – Forschungsgesellschaft Urgeschichtliche Details

gegründet am 1. Februar 2009 von Zatoz Nondik

C) Astronomische/terrestrische Zusammenhänge und deren Auswirkung

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C) 3.
C) 3.1

Maya- und andere Kalenderkorrelationen 
Das Jahr 2012 und die Götter der Maya 

Aus aktuellem Anlass - "News zum Jahr 2012" (siehe Quellenverzeichnis) - erlaube ich mir (mit Genehmigung meines Freundes Zatoz Nondik) auszugsweise aus seinem, im September 2009 erscheinenden Buch "Von 2012 bis Oreichalkos" über folgende Zusammenhänge zu informieren:

Am Ende des Jahres 2012 soll sich die Erde mit der Sonne in Konjunktion zum Zentrum unserer Galaxis befinden. Astronomen hätten ausgerechnet, dass dieses Ereignis infolge der Präzession der Erde aller 26.000 Jahre eintreten würde. Im Gegensatz zur Meinung vieler Astrologen, Esoteriker und anderer wird die Erde am Ende des Jahres 2012 nicht untergehen, weil in jedem Jahr eine solche Konjunktion stattfindet und bisher nichts Besonderes bemerkt wurde. Ebenso wird unser Sonnensystem in vorstellbarer Zeit nicht den Äquator der Milchstraße kreuzen, weil es sich viel zu weit entfernt von diesem Äquator befindet. Astronomisch gesehen befindet sich die Sonne mit ihren Planeten, Kometen und Planetoiden zurzeit 28.000 Lichtjahre vom Zentrum der Milchstraße entfernt. Die Entfernung des Sonnensystems vom Äquator der Lichtstraße beträgt 65 Lichtjahre. Die Erde ist von der Sonne nur 8 Lichtminuten entfernt. Wie soll da eine Konjunktion mit dem Milchstraßenäquators zustande kommen?

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Auch die immer übertreibenden, frei erfindenden und nach Sensationen gierenden Journalisten werden nach 2012 zur Tagesordnung übergehen und sich kaum die Mühe machen, den sachlichen Zusammenhang der galaktischen Konjunktion mit dem Kalender der Mayas aufzuklären. Was wird passieren, werden die Götter der Mayas wiederkommen? Ja, sie werden wiederkommen, wiederkommen insofern als dass zu einem bestimmten Zeitpunkt der alte Kalenderzyklus endet und ein neuer beginnt. Diesen Vorgang beschrieben die Maya mit ihren typischen, eigenartigen Bildern, die gerade bei Kalenderdarstellungen sowohl Gottheiten als auch Zahlenwerte symbolisieren. Vermutlich schrieben sie: "Im Jahr XY kommen beispielsweise die Zeitabschnitte "B", "K", "Z" wieder, mit welchen die Epoche ABC beginnt". Diese Bilder deuteten aber die Spezialisten so: "Im Jahr 2012 kommen die Götter "B", "K", "Z" wieder mit denen eine neue Epoche beginnt", und verwendeten nicht die den Götterbildern entsprechenden Zahlenwerte. Ob Götter oder Zeitabschnitte – egal. Wenn diese Konjunktion im Jahr 2012 als einmaliges Ereignis im platonischen Jahr eintreten würde, könnte sie als objektives Zeitmaß verwendet werden wie es die Maya getan haben sollen. Bekannt ist, dass in der Mayakalenderrechnung der Zeitabschnitt "Baktun" (= 400 Jahre) eine wichtige Rolle spielt, dass sämtliche Kalenderrechnungen der Maya auf der Zählung der Tage beruhen, dass ein Jahr mit 360 Tagen angegeben und dass die Korrelation zum heutigen Kalender immer noch umstritten ist. Eine Ära von 13 Zeitabschnitten "Baktun" entsprach bei den Maya oder deren Lehrmeistern einer Ära von 5200 Jahren zu je 360 Tagen. Fünf dieser "13 Baktun" ergaben ein platonisches Jahr von 26.000 Jahren.

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Als die Maya ihre Kalender erfanden, definierten sie diese mit der Länge des platonischen Jahres von 26.000 Jahren zu 360 Tagen. Damit berechneten sie die Zukunft und zwar die Wiederkehr des Neubeginnens einer Epoche nach Ablauf von fünf mal 13 Baktun und nicht die Wiederkehr der Götter (was nicht bedeuten soll, dass die "Götter" nicht wiederkehren könnten, nur der Bezug auf 2012 und die Kalenderrunden hat nichts mit der Wiederkehr der "Götter" zu tun). Also gingen die Maya davon aus, dass das platonische Jahr nach 26.000 Jahren zu Ende gehen und ein neues beginnen würde. Aber wann würde es zu Ende gehen, im Jahre 2012? Schön wäre es ja, doch dem ist nicht so, absolut nicht. Die besondere, präzessionsbedingte Konjunktion im Jahre 2012 ist eine reine, astrophysikalisch durch nichts begründete, spekulative Erfindung. Sie beruht auf der Weiterzählung vom nicht bewiesenen Korrelationsjahr 3.114 vor unserer Zeitrechnung um 5.126 Jahre. Das sind die 5.126 Jahre, welche die Ära von 13 Baktun darstellen sollen, berechnet auf der Grundlage der Tageszählung mit 365 Tagen pro Jahr. Aber auch mit einer Weiterzählung um 5.200 Jahre auf der Grundlage der Tageszählung mit 360 Tagen pro Jahr käme man nicht zu einem Datum, welches ein objektiv stattfindendes Ereignis repräsentieren würde. Leider lässt sich nach wie vor mit der Goodman-, Martinez-, Thompson-Korrelation - 3.114 vor unserer Zeitrechnung - kein eindeutiger Zusammenhang zu den astronomischen Angaben der Maya beweisen.

Carl Niemann; Dresden, 03.05.2009

Quellen:
Nach vielen Anfragen zum gleichen Thema nimmt Erich von Däniken auf seiner Website zum Maya Kalender, dem 21. Dezember 2012 und der Wiederkehr der Götter Stellung... (News Headlines vom 03.05.2009 bei www.sagenhaftezeiten.com)

Von 2012 bis Oreichalkos
(Zatoz Nondik, ISBN, www.ancientmail.de, ab September 2009 erhältlich)

Die Milchstraße
(Johannes V. Feitzinger, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg, 2002)

Astronomischer Berechnungscocktail
(Wolf Broda, Oculum - Verlag GmbH Erlangen, 2007)

CHACTUN - Die Götter der Maya
(Christian Rätsch, Eugen Dietrichs Verlag München, 1994)

Astronomie der Mayakultur
(Anton Stock, Katun Verlag München, 1998)

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